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Deutschland: Checkliste für sicheres Fliegen

Auf Nummer Sicher: 20 Punkte, die jeder Passagier bei der nächsten Flugreise beachten sollte
Flottenalter: Meiden Sie alte Flugzeuge. Erkundigen Sie sich nach dem Durchschnittsalter der Flugzeuge und fliegen Sie nicht mit neuen oder finanzschwachen Airlines, die uralte Maschinen einsetzen.

Zahl der Flugzeuge: Der wirtschaftliche Druck in der Luftfahrt wird immer größer, die Konkurrenz stärker. Eine große Firma kann rasch auf Ersatzmaschinen zurückgreifen. Wichtige Hinweise auf die Finanzkraft finden Sie unter anderem im Internet.

Wartung: Den technischen Zustand können Sie nicht direkt prüfen, weil das Behörden übernehmen. Unfälle, bei denen die Wartung eine Rolle gespielt hat, sprechen gegen die Luftlinie. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Gesellschaft die Technik renommierten Betrieben überlässt.

Sicherheitsausrüstung: Prüfen Sie sofort den Zustand der Anschnallgurte. Stellen Sie fest, ob die Schwimmwesten vorhanden sind. Fragen Sie den Flugbegleiter, ob für medizinische Notfälle die erforderliche Ausstattung an Bord ist.

Flugzeugtyp: Moderne Jets und Turboprops weisen in der Regel den gleichen Sicherheitsstandard auf. Jets werden bevorzugt, aber die mitunter antiquiert wirkenden Propellermaschinen sind ebenso sicher. Sie unterliegen den gleichen strengen Behördenauflagen.

Piloten: Ausbildungsstand und Zusammensetzung der Crew sind schwer nachzuprüfen. Generell gilt, dass die Qualifikation in Mitteleuropa und den USA bei Linien- wie Charterfliegern sehr hoch ist. Bei Ihrer Airline können Sie erfahren, wie und wo die Piloten ausgebildet wurden.

Instrumente: Wählen Sie eine Airline aus, die bei der Sicherheit keine Investitionen scheut. Die Ausstattung mit Warngeräten vor Zusammenstößen, Windscherung oder Hindernissen sollte selbstverständlich sein und erhöht die Flugsicherheit.

Neue Airlines: Seien Sie kritisch bei den so genannten Start-up-Unternehmen. Sie drücken zwar die Preise, senken aber mitunter gleichzeitig das Sicherheitsniveau (Infos über Chartergesellschaften auch im Internet unter www.focus.de/reisen).

Sitzplatz: Die ideale Position im Flugzeug gibt es nicht. Keine Statistik belegt, wo Sie am sichersten sitzen. Es gibt aber Bereiche, die Ihre Überlebenschancen etwa bei einer Notlandung erhöhen. Dazu gehören Plätze am Gang und in der Nähe einer Ausstiegstür.

Unfälle: Achten Sie auf die Unfallstatistik. Es gibt Fluglinien, die regelmäßig alle zwei Jahre ein Flugzeug verlieren. Unfall-Infos gibt es im Internet (z.B. http://aviation-safety.net.)

Zwischenlandung: Wählen Sie Flugrouten mit möglichst wenigen Stopps aus. Manchmal werden Billigtrips angeboten, bei denen man auf langen Umwegen das Ziel erreicht. Bedenken Sie aber: Start und Landung sind die gefährlichsten Phasen des Fluges.

Alkohol: Trinken Sie nicht zu viel. Der Luftdruck ist in einem Flugzeug niedriger, die Wirkung von Alkohol rasanter. Sollte der Flug gefährlich werden, dann müssen Sie Herr Ihrer Sinne sein.

Anschnallen: Behalten Sie möglichst die ganze Zeit über den Gurt geschlossen. Wenn die Lichtzeichen erlöschen, heißt das nicht, dass Sie jetzt alle Vorsichtsmaßnahmen beiseite lassen. So sitzen Sie auch bei unvorhergesehenen Turbulenzen sicher.

Aufmerksamkeit: Melden Sie sich rechtzeitig, wenn Sie ungewöhnliche Dinge durchs Kabinenfenster beobachten, etwa Rauch aus dem Triebwerk. Scheuen Sie sich nicht, besondere Vorkommnisse den Flugbegleitern umgehend zu berichten. Die Information könnte für den Piloten wichtig sein.

Ansage: Legen Sie bei der Sicherheitsunterweisung durch das Flugpersonal doch kurz die Zeitung beiseite, es könnte nämlich bei einer Evakuierung entscheidend sein.

Behörde: Informieren Sie sich am Bürgertelefon des Luftfahrt-Bundesamts in Braunschweig (Tel. 05 31/2 35 51 00), ob die Airline, für die Sie sich interessieren, schon mal negativ aufgefallen ist.

Notfall: Überlegen Sie sich von Anfang an, wie Sie sich im Ernstfall verhalten werden. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und die Anweisungen der Crew zu befolgen. Setzen Sie bei Druckverlust sofort die Sauerstoffmaske auf, die aus der Decke fällt. Kümmern Sie sich dann um andere, die Hilfe benötigen, etwa Kinder und alte Menschen.

Kleidung: Viele Flugreisende verletzten sich beim Ausstieg über Notrutschen, weil sie Freizeitkleidung trugen. Betreten Sie die Maschine möglichst nicht im gleichen Outfit wie am Strand – festere Textilien sind angesagt. Nackte Haut mag reizvoll sein, ist im Notfall jedoch gefährlich. Meiden Sie hohe Schuhabsätze.

Wetter: Viele Airlines fliegen auch dann noch, wenn selbst die Vögel am Boden bleiben. Planen Sie bei extremen Wettersituationen um. Heftige Gewitter oder Schneefälle bringen die Flugpläne durcheinander und erhöhen das Sicherheitsrisiko.

Rücktritt: Mit dem Ticket schließen Sie einen Beförderungsvertrag ab, den beide Seiten einhalten müssen. Wenn Sie also Flugangst haben und sich erst melden, nachdem die Türen geschlossen sind und der Jet anrollt, ist es in der Regel zu spät.
 
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